Die international häufig als Pinot noir und in Deutschland
als Spätburgunder bekannte Sorte spielt in Österreich nur eine
geringe Rolle,
da die Anbaufläche kaum mehr als eineinhalb Prozent der Rebfläche umfaßt.
Die wenigen Weingärten finden sich in
NÖ und im Burgenland. In den anderen Weinbauregionen kultiviert man den
Blauburgunder nur vereinzelt.
Der Grund dürfte in den sehr hohen Ansprüchen liegen, die die Sorte
sowohl an die Bodenverhältnisse,
als auch an die Lage stellt.
Nur Betriebe, die über beste südseitige
Hanglagen mit fruchtbaren,
warmen, genügend kalkhaltigen Böden verfügen, sollten an die
Auspflanzung dieser Sorte denken. Weiters zeigt sich die Rebe als
weinbaulich sehr problematisch(Abbauerscheinungen,
Viruserkrankungen, empfindlich gegen Chlorose, Fäulnis, etc.)
Hat der Winzer diese Probleme im Griff und die besten Bedingungen
für die Rebe, kann er in guten Jahren mit einem seltenen,
edlen Rotwein für die ganze Mühe entlohnt werden. Denn vorzügliche
Blauburgunder sind für den Weinfreund der Inbegriff guten Rotweines.